Partielle Mondfinsternis vom 16.8.2008

Instrumentarium: - 8" Meade Lightbridge, Fernglas, Canon EOS 400D + 70-300mm Teleobjektiv
                                 
Beobachtungsort: Hohe Wand - Parkplatz Wildgehege/ Niederösterreich(1000m)

Beobachter: Matthias Juchert, Jana Karwatzke, Andreas Mrvka, Stefanie Schlembach

Bedingungen: Einige rasch durchziehende Wolkenfetzen. Ansonsten sehr klar mit fst 6m5 zur maximalen Verfinsterung des Mondes. Die Milchstraße war strukturreich erkennbar. Allerdings war es recht frisch und unangenehm windig.


Beobachtung:

Zeit: 22.00 - 23.55 Uhr MESZ

Als wir uns mit den Autos auf den Weg zur Hohen Wand machten, hatte die Finsternis schon begonnen und bot erste prächtige Anblicke im Kontrast mit den schroffen Steilabbrüchen der Hohen Wand. Zunächst aber musste Steffis neuer 8-Zoller, an dessen Erwerb ich nicht ganz unschuldig bin, eingeweiht werden.

MoFi - paritelle Phase

Nach der Ankunft wird das neue Teleskop gleich am Mond ausprobiert - 22.09h MESZ

Das Wetter hatten wir heute perfekt abgepasst und alle Wolken des Tages haben sich aufgelöst. Da sich im Verlaufe des Abends außer zwei Wohnwagen niemand beim Wildgehege blicken ließ, blieben wir mit unseren Beobachtungen unter uns und staunten nicht schlecht, wie schnell die Verfinsterung voran schritt. Jetzt wurde mit dem verfügbaren Equipment beobachtet und fotografiert.

MoFi - totale Phase

Erste Fotos mit dem 300mm Teleobjektiv zeigen eine ungewohnte "Mondphase"-  22.20h MESZ

MoFi - totale Phase

Eine Langzeitbelichtung durch das Teleskopokular zeigt schön die kupferrote Farbe  - 22.54h MESZ

Wie bereits bei der Totalen Mondfinsternis am 21.02.2008, war in der partiellen Phase bereits deutlich mit bloßem Auge die kupferrote Färbung erkennbar. Auch die Erscheinung des Himmels veränderte sich überraschend stark. Während am Anfang noch relativ wenige Sterne erkennbar waren, so konnten wir während der maximalen Verfinsterung von 81% eine helle, strukturreiche Milchstraße über unseren Köpfen bewundern. Diese Zeit wurde für einige Deep-Sky Schowpieces im 8" genutzt. Neben M 31 standen auch der Sternhaufen M 11 sowie der Kugelsternhaufen M 13, der auch mit bloßem Auge erkennbar war, auf der Beobachtungsliste. Besonders begeistert hat dann der Hantelnebel M 27. Zwischendurch wurde auch immer wieder der Mond beobachtet, der im Teleskop einen viel blasseren Rotanteil zeigte, als mit bloßem Auge. Im Nachhinein entdeckte ich auf einem Foto sogar den Planeten Neptun, der sich nur etwas mehr als 1° vom Mondrand entfernt befand!

MoFi - nach dem dritten Kontakt

Mond im 300mm Teleobjektiv, ins Bild wurde eine langer belichtete Aufnahme des selben Feldes kopiert, die den Planeten Neptun als kleinen blauen Punkt zeigt - 23.04h MESZ

MoFi - partielle Phase

Stimmungsaufnahme gegen Ende der Beobachtung - der Mond wird wieder heller  -  23.47h MESZ


Nachdem der abgedunkelte Teil des Mondes immer kleiner wurde und wir schon etwas durchgefroren waren, machten wir uns gegen Mitternacht wieder auf den Heimweg und konnte aus dem Auto noch fast die gesamte Finsternis verfolgen.

Clear skies
Matthias


* Visual Deep Sky Observing and CCD-Imaging: www.Serifone.de -- Contact: matthias.juchert@serifone.de *

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